Team und Förderung
Förderung
Scholz & Volkmer GmbH
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration
Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „KMU-innovativ" gefördert. Dieses Programm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei risikoreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. SensEm wurde im Themenfeld „Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität" bewilligt.
| Förderlinie | KMU-innovativ |
| Förderkennzeichen | 16SV9113 |
| Projektträger | VDI/VDE Innovation + Technik GmbH |
Laufzeit
Das Projekt lief von März 2023 bis Mai 2025. Die ursprünglich geplante Laufzeit von 24 Monaten wurde kostenneutral um drei Monate verlängert, um eine verzögerte Fallstudie abschließen zu können.
| Projektstart | 1. März 2023 |
| Projektende | 31. Mai 2025 |
| Gesamtlaufzeit | 27 Monate |
Die Partner
Scholz & Volkmer GmbH (Koordination)
Scholz & Volkmer ist eine Digital-Agentur mit Standorten in Wiesbaden und Berlin. Das Unternehmen verbindet Design und Technologie mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und gesellschaftlich relevante Themen.
Im Projekt übernahm Scholz & Volkmer die Gesamtkoordination sowie die vollständige technische Entwicklung: von der Hardware der Sensor-Module über die Web-Anwendung bis zu den Backend-Systemen. Damit verantwortete das Unternehmen die Umsetzung des gesamten Toolkits als funktionsfähigen Prototyp.
Das Unternehmen bringt langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Projekten zur Visualisierung von Umweltdaten und zur Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern mit. Dazu zählen der Stadtluftanzeiger (NO₂-Visualisierung im öffentlichen Raum), die Projekte Radwende und DB Rad+ sowie das Feinstaubmessgerät AirQ.
BTU Cottbus-Senftenberg
Das Fachgebiet Technik- und Umweltsoziologie an der Brandenburgischen Technischen Universität wird von Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben geleitet. Es vereint sozial-, wirtschafts- und politikwissenschaftliche Expertise zu Fragen des sozio-technischen Wandels und der nachhaltigen Entwicklung.
Die BTU war für die wissenschaftliche Begleitforschung verantwortlich – also für die Meta-Ebene des dualen Forschungsansatzes. Das Team entwickelte die methodischen Grundlagen des Citizen-Science-Ansatzes, konzipierte und moderierte die partizipativen Workshops und begleitete die Fallstudien wissenschaftlich. Die Evaluation der drei Erfolgskriterien – Beteiligung, wissenschaftliche Qualität und Systems Literacy – lag ebenfalls beim BTU-Team.
Das Fachgebiet verfügt über umfangreiche Erfahrung mit partizipativen Formaten und Citizen Science, etwa aus den Projekten „Repara/kul/tur" und „CaReSo".
Fraunhofer IZM
Die Abteilung Environmental and Reliability Engineering am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration ist auf die ökologische und ökonomische Bewertung von Elektronik und Informationstechnologie spezialisiert.
Das Fraunhofer IZM brachte umweltwissenschaftliche Expertise ein und unterstützte die Entwicklung eines nachhaltigen Hardware-Designs für die Sensor-Module. Darüber hinaus begleitete das Team die Fallstudien mit stakeholder-zentrierten Designmethoden.
Das Institut forscht zu nachhaltigem Elektronikdesign und hat Methoden entwickelt, um nachteilige sozial-ökologische Effekte von Technologien frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Zusammenarbeit
Die drei Partner arbeiteten eng zusammen. Wöchentliche Online-Meetings dienten der laufenden Koordination, monatliche Vor-Ort-Treffen ermöglichten intensive gemeinsame Entwicklungsarbeit. Alle Workshops und Messkampagnen wurden gemeinsam durchgeführt.
Die Aufgabenverteilung folgte den jeweiligen Kompetenzen: Scholz & Volkmer verantwortete die technische Entwicklung des Toolkits, die BTU die wissenschaftliche Begleitforschung. Die konzeptionelle Arbeit am methodischen Rahmen erfolgte in enger Abstimmung aller Partner.